Die "Tanzenden Türme" auf St. Pauli

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Kieztour und Reeperbahn Führung mit dem Kiez-Kapitän

Die "Tanzenden Türme" auf St. Pauli markieren heute den Eingang zur Reeperbahn. Entworfen vom Hamburger Architekten Hadi Teherani und 2012 fertig gestellt. Hier befinden sich Büros, Bars und ein Restaurant und der Mojo Club unter dem Gebäude.

 

Einen phantastischen Blick auf Hamburg hat man vom Dach des Gebäudes aus der Bar "Heaven". Darunter befindet sich mit dem "Clouds" ein Restaurant der gehobenen Küche und ebenfalls gehobenen Preisen, die hier mit einem herrlichen Blick auf St. Pauli und den Hafen serviert werden.

 

Bei Anwohnern steht das Projekt auf dem Gelände der ehemaligen Bowlingbahn aufgrund des entstandenen Kontrastes zum umgebenden Viertel in der Kritik.

 

Die Tanzenden Türme stehen in Hamburg an der Reeperbahn Nr. 1 auf einem Dreieck zwischen den Straßen Reeperbahn, Zirkusweg und Beim Trichter. Sie befinden sich somit, aus dem Stadtkern kommend, direkt hinter der alten Wehranlage von Hamburg am Eingang zum Stadtteil St. Pauli, in unmittelbarer Nähe zum U-Bahnhof St. Pauli und dem Spielbudenplatz. Dort befindet sich auch eines der großen Musicaltheater in Hamburg. Das Operettenhaus hat ab 1986 für 15 Jahre "Cats"beherbergt und zeigt heute im Wechsel Musicalproduktionen des Stage Entertainment Konzerns.

 

Die Türme stehen im starken Kontrast zum Stadtteil St. Pauli und damit auch zurecht in der Kritik. Das Argument, das auf der Seite gegenüber bis 1995 das dann gesprengten Iduna Hochhaus stand, macht das heutige Gebäude nicht schöner und es passt nicht zum Stadtteil St. Pauli. Genauso wenig wie das Empire Riverside Hotel in der Davidstraße. Auf dem ehemaligen Brauereigelände der Bavaria-St. Pauli Brauerei, die dort Astra gebraut haben und Jever abgefüllt wurde.

 

In Hamburg fehlt leider seit langem das Gespür für den Umgang mit der Stadt und der Architektur. Investoren, die immer lieblosere Glaskästen in das Stadtbild setzen, erhalten den Vorrang und damit ist die Historie der Politik für die "Pfeffersäcke" aus der Zeit der Hanse bis heute lebendig. Egal, welche Partei in der Stadt an der Regierung ist und den Senat stellt. Der geplante Elbtower, der eine Höhe von 235 Metern haben soll, wird diesen Eindruck noch verstärken. Bleibt zu hoffen, dass es in der Stadt keine weiteren Projekte und Bauten dieser Art geben wird.